Nostalgie ist kein Geschäftsmodell – Charge 50/2018

Kennen Sie das. Etwas Altes neu aussehen zu lassen ist extrem schwierig, wenn sich seine Funktion überlebt. Prangt dann auch noch ein Aufkleber drauf, ist es vorbei mit der Ästhetik. Ich bin sicher, das Wort Disruption könnt Ihr nicht mehr hören. Mancher einer starrt in die Zukunft und will sie am Horizont ausmachen. Nur eine Fata Morgana? Von wegen. Sehr wahrscheinlich stecken wir mitten drin.

Stimmen Sie dem zu?

Heute Morgen wiederholte Gabor Steinhart in seinem Morning Briefing Podcast in Anlehnung an die verspätete Einführung von Apple Pay in Deutschland einmal mehr den Gedanken, den ich Ihnen heute auf unserem wöchentlichen Beipackzettel präsentiere. Er meinte „es ginge gar nicht“, dass uns aufgrund einer Verweigerungshaltung amerikanische Konzerne vormachten, wie man noch einfacher bargeldlos zahlt. Er verwies dabei auf Schweden, wo sich die Banken schon vor Jahren geeinigt haben, ein einheitliches System einzuführen, das die bargeldlose Zahlung mit dem Smartphone ermöglicht. In Anspielung auf die verharrenden Kräfte im im Umfeld der Banken wiederholte er , …

Nostalgie ist kein Geschäftsmodell

Recht hat er und deshalb müssen wir dazu auch im Umfeld unserer Versorgungslandschaft genauer hinschauen. Eine seit grassierende Vertrauenskrise zwischen den Menschen, der Bevölkerung, den Versicherten, Patientinnen und Patienten macht uns immer mehr zu schaffen. Risiken und Nebenwirkungen erkennen wir allerorts.

Da wäre die nostalgische Diskussion um die Geschäftsmodelle der Apotheken, die neu entbrannt ist, weil sich der Bundesgesundheitsminister gegen ein Rx Versandhandelsverbot ausspricht. Dann stellt die Rheinische Post vor einigen Wochen klar: Patienten wollen Ihre Daten spenden und das werden sie tun. Nur Leier auf absehbare Zeit nicht im deutschen Gesundheitssystem. Im Digitalen Health Index der Bertelsmann Stiftung liegt Deutschland dim weltweiten Vergleich auf Platz 16 und wird als Schlusslicht etikettiert. Parallel dazu verweigern sich Ärzte mit mittlerweile fast 8.000 Unterzeichnern der Telematikinfrastruktur mit einer Kampfansage an der Bundesgesundheitsminister: „Wir machen da gar nichts!“

Einige Überlegungen dazu haben ich drüben auf XING News mit Ihnen geteilt. Sammeln wir doch hier mal einige Stimmen zur Zukunftsfähigkeit unserer Gesundheitssystems. Ich bin sehr gespannt, wie die Diskussion hier und drüben verläuft.

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Frank Stratmann führt die HEALZZ.community seit 2008. Ihre Wurzeln fand sie damals auf XING. Seit 2018 ist es eine offene Community und ein kuratiertes Netzwerk. Ansonsten arbeitet betablogr als Mentor und Wissensarbeiter mit Akteuren des Gesundheitswesens. Projekte findet er dort, wo die Anwesenheit des Internets als exogene Quelle für Veränderung und Wandel Gesundheitsunternehmen unangenehm aus der Stresstoleranz kippen lässt.

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